Morgengabe – eine Tradition, die bis heute berührt
Von finanzieller Absicherung zur Liebesgabe
Historisch hatte die Morgengabe einen eher praktischen Zweck. In früheren Zeiten war sie mit der wirtschaftlichen Absicherung der Braut verbunden, falls sie früh verwitwen sollte – daher konnte die Gabe etwas Wertvolles sein, das ihr allein gehörte (oft Schmuck oder andere werthaltige Dinge).
In manchen Epochen konnte die Tradition sogar ganz konkret werden – etwa in Form von Land oder Besitz, um Sicherheit zu geben. Später entwickelte sich die Morgengabe stärker in eine romantische Richtung, und sie wurde häufiger zu einem Schmuckstück – zum Beispiel zu einem Medaillon, das sich öffnen ließ und ein Bild oder ein kleines, persönliches Detail aufnehmen konnte.
Heute ist die Morgengabe vor allem eine Liebesgabe: etwas Persönliches, das sich “nach euch” anfühlt und auch lange nach dem Hochzeitstag noch Bedeutung hat.
Was schenkt man heute als Morgengabe?
Es gibt keine festen Regeln, aber die beliebtesten Morgengaben haben meist eines gemeinsam: Man kann sie tragen, nutzen oder aufbewahren – und sie fühlen sich persönlich an.
Viele entscheiden sich weiterhin für Schmuck, weil er ein bleibendes Erinnerungsstück ist, das man immer wieder tragen kann. Andere wählen ein Erlebnis, etwa eine Reise oder ein Spa-Wochenende, weil es euch direkt nach der Hochzeit gemeinsame Zeit schenkt.
Wenn du es ganz neutral und praktisch halten möchtest: Wähle etwas, das zum Stil und Alltag der beschenkten Person passt. Oft wirkt ein gut ausgewähltes Geschenk stimmiger als viele kleine.
Morgengabe für sie: klassisch, aber persönlich
Für sie ist Schmuck nach wie vor die häufigste Wahl. Es muss nicht groß sein, um besonders zu wirken – ein schlichtes Pendant, ein Paar Ohrringe oder ein Armband, das zu ihrem Stil passt und sich im Alltag wie zu besonderen Anlässen tragen lässt.
Eine gute Faustregel ist, sich daran zu orientieren, was sie wirklich trägt: lieber Gold oder Silber, minimalistisch oder auffälliger, Perlen oder Edelsteine?
Morgengabe für ihn: häufiger als früher
Es wird zunehmend normal, dass auch der Bräutigam eine Morgengabe erhält. Häufig genannt werden Accessoires und Schmuck wie Uhr, Kette, Armband, Krawattennadel oder Manschettenknöpfe – etwas, das zu seinem Stil passt und das er tatsächlich nutzen wird.
So wählt ihr eine Morgengabe, die wirklich passt
Damit die Morgengabe persönlich wirkt, ohne kompliziert zu werden, hilft es, in drei Ebenen zu denken:
Bedeutung: Wofür soll das Geschenk stehen – euer Datum, eure Reise, ein Versprechen, ein gemeinsamer Traum?
Nutzung: Soll es oft getragen/genutzt werden oder eher ein Erinnerungsstück für besondere Anlässe sein?
Stil: Wählt etwas, das zum Geschmack der beschenkten Person passt (nicht unbedingt zu eurem eigenen).
Wer es besonders einfach machen möchte, kann sich auch bei einem Schmuckhändler wie A-Hjort orientieren, um Stilrichtungen und Preislagen gut vergleichen zu können.
FAQ
Wann schenkt man die Morgengabe?
Traditionell am Morgen nach der Hochzeit – heute oft auch nach der Feier oder in den Flitterwochen.
Muss man sich gegenseitig eine Morgengabe schenken?
Nein. Manche Paare tun es, andere nicht. Häufig entscheiden sich beide dafür, es ist aber völlig freiwillig.
Ist die Morgengabe das Gleiche wie ein Hochzeitsgeschenk?
Nein. Hochzeitsgeschenke kommen meist von Gästen, die Morgengabe ist ein Geschenk zwischen euch als Paar.
Muss die Morgengabe Schmuck sein?
Nein. Schmuck ist klassisch, Erlebnisse sind ebenfalls sehr verbreitet.
Was ist eine gute Morgengabe, wenn man nicht viel ausgeben möchte?
Etwas Einfaches und Persönliches: ein Brief, ein kleines Schmuckstück, ein Fotoalbum oder ein geplantes Erlebnis (z. B. ein besonderes Dinner oder ein Mini-Trip).
Kann die Morgengabe auch für ihn sein?
Ja, und das wird immer üblicher. Typische Ideen sind Uhr, Manschettenknöpfe oder ein schlichtes, tragbares Accessoire.