Nanokristalle - Was sind sie und wie pflegt man sie am besten?
Was sind Nano-Kristalle?
Nano-Kristalle sind künstlich hergestellte Kristalle, die meist unter kontrollierten Bedingungen produziert werden, um ein klares, einheitliches und sehr glänzendes Ergebnis zu erzielen. In Schmuck wird der Begriff „Nano-Kristall“ häufig für einen Kristall/Stein verwendet, der auf Folgendes ausgelegt ist:
hohe Klarheit (wenige/keine sichtbaren „Einschlüsse“)
starke Lichtreflexion (Glanz und „Sparkle“)
stabile Farbe und Oberfläche
gute Haltbarkeit für den täglichen Gebrauch
Wichtig: „Nano-Kristall“ kann ein Marketingbegriff sein, und die genaue Zusammensetzung kann je nach Marke variieren. Am sinnvollsten ist es, Nano-Kristalle als Kategorie laborgefertigter Kristalle zu verstehen – nicht als einen einzigen, fest definierten Mineraltyp.
Nano-Kristalle vs. Diamant, Zirkonia und Glas
Es kommt oft zu Verwechslungen, weil mehrere Materialien optisch sehr ähnlich wirken können.
Nano-Kristall vs. Diamant (natürlich oder lab-grown)
Diamanten (auch lab-grown) sind ein spezifisches Material: kristallisierter Kohlenstoff mit extrem hoher Härte.
Nano-Kristalle sind keine Diamanten, können aber dennoch sehr hochwertig und elegant wirken.
Nano-Kristall vs. kubischer Zirkonia (CZ)
CZ ist ein sehr verbreiteter, künstlicher Stein (Zirkoniumdioxid), der oft als Diamant-Alternative genutzt wird.
Nano-Kristall kann CZ ähneln, „Nano-Kristall“ ist jedoch häufig ein breiterer Begriff und kann je nach Hersteller eine andere Struktur/Oberfläche haben.
Nano-Kristall vs. Kristallglas
Manche „Kristalle“ in Schmuck sind in der Praxis speziell hergestelltes Glas mit hoher Klarheit und schönem Schliff.
Nano-Kristall kann in einigen Fällen nah an dieser Kategorie liegen – abhängig davon, wie die jeweilige Marke das Material definiert und produziert.
Warum entscheiden sich viele für Nano-Kristalle?
Nano-Kristalle werden oft wegen der Kombination aus Optik und Alltagstauglichkeit gewählt:
gleichmäßiges Erscheinungsbild: Farbe und Klarheit sind von Stein zu Stein sehr konstant
schöner Glanz: so gefertigt, dass Licht besonders gut reflektiert wird (vor allem bei Facettenschliff)
preislich attraktiver „Luxury-Look“: eleganter Effekt ohne Diamantpreis
ideal für Statement-Schmuck: größere Steine wirken oft besonders „clean“, wenn sie kontrolliert hergestellt sind
So pflegst du Nano-Kristalle richtig
Nano-Kristalle sind grundsätzlich robust, aber wie alle Schmucksteine können sie Kratzer bekommen oder an Glanz verlieren, wenn sie stark beansprucht oder Chemikalien ausgesetzt werden.
Pflege im Alltag
Schmuck abnehmen bei: Sport, Putzen, Gartenarbeit, Duschen und Schwimmen
direkten Kontakt vermeiden mit: Parfüm, Haarspray, Handdesinfektion, Cremes und Reinigungsmitteln
Schmuck getrennt aufbewahren (Beutel/Schmuckkästchen), damit Steine nicht an anderem Schmuck reiben
Reinigung (damit der Glanz bleibt)
mit einem weichen Tuch (Mikrofaser) nach dem Tragen abwischen
bei Bedarf: lauwarmes Wasser + milde Seife, und eine sehr weiche Zahnbürste
vorsichtig abspülen und vollständig trocknen
Das solltest du vermeiden
Ultraschallreiniger und Dampf (kann zu aggressiv sein – besonders wenn ein Stein geklebt ist oder eine spezielle Beschichtung hat)
starke Chemikalien (können die Oberfläche mit der Zeit matt machen)
harte Stöße gegen Arbeitsplatten/Metall (können Kanten oder Facetten beschädigen)
So bleiben Nano-Kristalle länger „wie neu“
Wenn du den Look langfristig erhalten willst (vor allem bei häufigem Tragen), helfen einfache Routinen:
zuletzt an – zuerst aus: Schmuck als Letztes anlegen und als Erstes abnehmen, wenn du nach Hause kommst
jedes Mal kurz abwischen: 10 Sekunden mit einem Tuch machen einen spürbaren Unterschied
richtig aufbewahren: getrennte Aufbewahrung = weniger Kratzer = mehr Glanz